Einen guten Start ins neue Jahr. Zwischen Weihnachten und Neujahr konnte ich nochmals an den Grundlagen, dem Ausdauertraining und Präzisionsschiessen, arbeiten. Dabei war mir wichtig, dass ich wieder ein starkes Selbstvertrauen und Sicherheit im Schiessstand gewinnen konnte. Dies ist mir in der zweiwöchigen Wettkampfpause auch gut gelungen. Somit reiste ich mit neuem Elan und Zuversicht nach Oberhof.

Vor einem Jahr, genau am selben Ort gab ich mein Weltcupdebut. Trotz widrigen Bedingungen war ich beeindruckt von der gigantischen Atmosphäre und den tausenden von Zuschauern. Auch dieses Jahr machte Oberhof seinem Namen wieder alle Ehre. Innerhalb von vier Tagen erlebten wir praktisch alle möglichen Wetterkonstellationen. Von wortwörtlich einem Wintermärchen bei der Ankunft über Nebel, Regen, Schneefall bis zu Orkanstürmen erlebten wir alles. Nur die Sonne zeigte sich konsequent nicht. Die Wettkämpfe waren teilweise haarscharf vom Abbruch bedroht, doch die Organisatoren setzten alles daran, möglichst faire Wettkämpfe zu bieten. Nicht zu vergessen die Zuschauer, welche zu tausenden stundenlang im garstigen Wetter aushielten und für Hühnerhautstimmung sorgten.

Die Staffel war für das ganze Team ein richtiger Befreiungsschlag. Dass bei diesen Bedingungen die Strafrunde nicht vermieden werden konnte, war uns schon von Anfang an klar. Doch es war für alle gleich schwierig und auch dank sehr gutem Material lief jeder von uns ein sehr starkes Rennen, welches wir im sechsten Rang beenden konnten. Dies bedeutete das drittbeste Resultat in der schweizer Biathlongeschichte.

Im Sprint versuchte ich den Schwung und das Selbstvertrauen mitzunehmen. Die Bedingungen waren nach wie vor schwierig. Im Schiessstand hatten wir mir starken Windböen zu kämpfen und die Strecke war wegen des Regens sehr eisig. Mit zwei Fehlern im Schiessen lag ich in der letzten Runde auf Top20 Kurs.. leider stürzte ich in einer Abfahrt und verlor dadurch mehrere Sekunden. Im Ziel landete ich auf dem 28. Rang, gewann meine ersten Weltcuppunkte und erreichte damit eine neue Karrierebestleistung.

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6. Rang in der Staffel mit Ivan, Benjamin und Mario